CO2-Ermittlung bis aufs Packstück
Auf Basis von Kundenwünschen oder internen Benchmarks lassen sich mit Logec alternative Szenarien abbilden. So können Logistikdienstleister Optimierungspotenziale durch zum Beispiel Sendungsbündelungen oder alternative Routenführungen ermitteln. Auch bei der Berechnung verspricht die Software Flexibilität: wahlweise kann der Anwender mit hausintern ermittelten, branchentypischen oder sogenannten generischen Daten arbeiten. Mit letzteren sind Zahlen gemeint, welche aus dem Handbuch für Emissionsfaktoren (HBEFA) des Umweltbundesamts, dem Greenhouse Gas Protocol und anderen Standardwerken ermittelt werden. Auch Unternehmen ohne hauseigene Datenbank können also Logec nutzen.
Bei den Tourendaten werden auch geografische Angaben berücksichtigt. Denn es ist ein Unterschied, ob ein Lkw durch ebenes, hügeliges oder gebirgiges Gelände fährt. Bei den Sendungsdaten spielen Gewicht und Volumen eine Schlüsselrolle. „Auch komplexe Touren mit zahlreichen Abhol- und Zustellstationen lassen sich abbilden“, berichtet Bearing-Point-Manager Matthias Wohlfahrt gegenüber der DVZ.
Die CO2-Emissionen werden abschnittsweise anhand der jeweiligen Tonnagen ermittelt und auf die einzelnen Packstücke heruntergebrochen. Wenn Leerkilometer anfallen, werden diese allen Sendungen anteilig zugerechnet. Auf dieser Basis lassen sich auch multimodale Supply Chains wahlweise in jedem Abschnitt mit pauschalisierten Entfernungsangaben oder aktuellen Scan- sowie Sendungsverfolgungsdaten bewerten.
Der Anwender kann die Emissionen für einzelne Sendungen, Depots oder Kunden dokumentieren. „Industrie und Handel wünschen solche Funktionen auf der untersten Ebene“, betont Bearing-Point-Partner Matthias Loebich. Vor allem internationale Supply Chains soll Logec durch die Ermittlung des „optimalen Verkehrsträgermixes“ unterstützen. Dabei ist die Datenqualität unterschiedlich gut. Während in Mittel- und Westeuropa häufig Unternehmens- oder Branchendaten vorhanden sind, müssen in Süd- und Osteuropa generische Daten herangezogen werden. Auch vielen Verladern weisen die Datenbanken erhebliche Lücken auf.
Gleichwohl bestehen immer mehr Industrie- und Handelsunternehmen auf exakte CO2-Messungen. „Bei vielen Ausschreibungen spielen CO2-Bilanzen eine Schlüsselrolle“, glaubt Loebich. DVZ 22.12.2011 (bot/cs)
Hintergrund CO2-Regulierung
Mit ISO 14064 existiert ein branchenübergreifender Standard für die Treibhausgasermittlung und mit DIN EN 16528 wird ein Standard für den Transportmarkt vorbereitet. Weiterhin schreibt eine EU-Verordnung ab 2014 maximal 175 g CO2 für leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 t vor. Eine vergleichbare Verordnung für schwere Lkw wird vorbereitet. Von 2012 an unterliegt auch der europäische Luftverkehr dem Emissionshandel. Zudem preschen einzelne Länder mit Gesetzen vor. Am weitesten geht Frankreich: Von 2013 an müssen für jeden Transport die Emissionen ausgewiesen werden.
Bei den Tourendaten werden auch geografische Angaben berücksichtigt. Denn es ist ein Unterschied, ob ein Lkw durch ebenes, hügeliges oder gebirgiges Gelände fährt. Bei den Sendungsdaten spielen Gewicht und Volumen eine Schlüsselrolle. „Auch komplexe Touren mit zahlreichen Abhol- und Zustellstationen lassen sich abbilden“, berichtet Bearing-Point-Manager Matthias Wohlfahrt gegenüber der DVZ.
Die CO2-Emissionen werden abschnittsweise anhand der jeweiligen Tonnagen ermittelt und auf die einzelnen Packstücke heruntergebrochen. Wenn Leerkilometer anfallen, werden diese allen Sendungen anteilig zugerechnet. Auf dieser Basis lassen sich auch multimodale Supply Chains wahlweise in jedem Abschnitt mit pauschalisierten Entfernungsangaben oder aktuellen Scan- sowie Sendungsverfolgungsdaten bewerten.
Der Anwender kann die Emissionen für einzelne Sendungen, Depots oder Kunden dokumentieren. „Industrie und Handel wünschen solche Funktionen auf der untersten Ebene“, betont Bearing-Point-Partner Matthias Loebich. Vor allem internationale Supply Chains soll Logec durch die Ermittlung des „optimalen Verkehrsträgermixes“ unterstützen. Dabei ist die Datenqualität unterschiedlich gut. Während in Mittel- und Westeuropa häufig Unternehmens- oder Branchendaten vorhanden sind, müssen in Süd- und Osteuropa generische Daten herangezogen werden. Auch vielen Verladern weisen die Datenbanken erhebliche Lücken auf.
Gleichwohl bestehen immer mehr Industrie- und Handelsunternehmen auf exakte CO2-Messungen. „Bei vielen Ausschreibungen spielen CO2-Bilanzen eine Schlüsselrolle“, glaubt Loebich. DVZ 22.12.2011 (bot/cs)
Hintergrund CO2-Regulierung
Mit ISO 14064 existiert ein branchenübergreifender Standard für die Treibhausgasermittlung und mit DIN EN 16528 wird ein Standard für den Transportmarkt vorbereitet. Weiterhin schreibt eine EU-Verordnung ab 2014 maximal 175 g CO2 für leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 t vor. Eine vergleichbare Verordnung für schwere Lkw wird vorbereitet. Von 2012 an unterliegt auch der europäische Luftverkehr dem Emissionshandel. Zudem preschen einzelne Länder mit Gesetzen vor. Am weitesten geht Frankreich: Von 2013 an müssen für jeden Transport die Emissionen ausgewiesen werden.
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Nichts tun ist auch keine Option
Die Kernfrage stellt ein Gast gleich zu Beginn der Ersten Deutschen Nachhaltigkeitskonferenz Logistik: „Wie kann man auf Wachstum setzen, wenn das Wachstum gegen die Emissionssenkungsziele arbeitet?“ Eine steigende Weltbevölkerung fördert das Wirtschaftswachstum. Viele Nationen streben nach einem höheren Lebensstandard. Daraus ergebe sich ganz automatisch ein Wachstum, antwortet Enak Ferlemann dem Gast. Dem könne man sich nicht entziehen, sagt der Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium. Und dann fügt er noch einen denkwürdigen Satz hinzu: „Die Verkehrspolitik darf nicht allein den Klimaschutzanforderungen unterworfen werden.“ Das Transport- und Logistikgewerbe lehnt sich an die Produktion, die bekanntlich dort abläuft, wo es am günstigsten ist. In dieser Hinsicht hat Ferlemann den Nationalökonom Adam Smith gelesen und entschwindet, um einen neuen Abschnitt der A23 in Schleswig-Holstein zu eröffnen.
Potenzial in jedem Betrieb. Nachhaltig wirtschaften bedeutet, den Bestand der Firma zu sichern, die Umwelt nicht zu gefährden und dem Mitarbeiter ein sozialverträgliches Arbeitsleben zu ermöglichen. Dass es innerhalb dieser Dreierkombination zu Zielkonflikten kommt, ist unvermeidlich.
„Nachhaltigkeit zahlt sich aus“ sagt Dieter Brübach von der Umweltinitiative B.A.U.M. Als Beispiel nennt er Konzerne der Konsumgüterindustrie, denen der Verbraucher besonders genau auf die Finger schaut. Auch die Logistikbranche trifft auf Kritik, wenn zum Beispiel das oft zitierte Krabbenpulen in Marokko als unnötiger Transport ins Feld geführt wird. Dazu kommt die Tatsache, dass Logistik und Transport in der gesamten Emissionsbilanz eines Produkts aber nur kleine Nummern sind. Das sieht auch Brübach, wenn er sagt: „Für die verschiedenen Branchen ist Nachhaltigkeit unterschiedlich relevant.“ Doch in jedem Betrieb gibt es brachliegende Potenziale, fügt er hinzu.
Bündelung senkt Emissionen. Die Deutsche Post und Metro MGL, Logistiktochter des Handelsriesen Metro, fahren umfangreiche Programme, um diese Potenziale zu heben. Kerstin van Kerkom, operative Geschäftsführerin von MGL, sagt, nach der Bündelung der Beschaffungslogistik zu fünf Logistikdienstleistern habe MGL nachweislich weniger Treibhausgas emittiert. Die Deutsche Post bindet Mitarbeiter in die Katastrophenhilfe ein. „Den Einsatz an diesen humanitären Aktionen empfinden viele Mitarbeiter als Privileg“, berichtet Susanne Meier von der Deutschen Post. Langfristig möchte sie ein Viertel aller 470000 Mitarbeiter für einen globalen Freiwilligentag mobilisieren.
Es nützen aber die besten Effizienzprogramme nichts, wenn unbeeinflussbare Faktoren dagegenstehen. Karl-Rudolf Rupprecht von Lufthansa Cargo sieht genau dieses Problem in Europas uneinheitlichem Luftraum. Könnten die Flugzeuge optimale Wege fliegen, würden die Emissionen um 10Prozent sinken. Lufthansa Cargo will im Jahr 2020 im Vergleich zu 2005 25 Prozent weniger CO2 emittieren. Es ist eine Mischung unterschiedlicher Maßnahmen, mit denen das erreicht werden soll. Zu ihnen gehören operative Maßnahmen wie auch ökonomische Instrumente wie der ungeliebte Handel mit Emissionszertifikaten ab 2012. Für 80 Prozent der CO2-Emissionen gibt es die Zertifikate zwar geschenkt, doch die restlichen 20 Prozent oder mehr, weil der Luftverkehr ja zunimmt, müssen die Airlines erwerben. „Niemand weiß, ob das eine vernünftige Lenkung ist oder etwas für Zocker“, sagt Rupprecht.
Prioritäten unvermeidlich. Praktische Beispiele, wie Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie einbezogen werden kann, liefern Hermes Logistik, die Reederei Hamburg Süd und die Deutsche Bahn. Hermes bemüht sich seit 1994, die CO-Emissionen zu reduzieren. Zwischen 1994 und 2006 konnte der Paketdienstleister pro Sendung 40 Prozent seiner CO2-Emissionen senken. Das Nachhaltigkeitsengagement des Konzerns reicht vom Einsatz neuer Elektrofahrzeuge und Photovoltaikanlagen über effiziente Routenplanungssysteme bis hin zur Kooperation mit dem Naturschutzverband Nabu, der bei einer möglichst ökologischen Flächenplanung neuer Filialen unterstützt.
Bis 2020 will das Unternehmen seine klimaschädlichen Emissionen nochmals um 50 Prozent reduzieren – ein Ziel mit großen Hürden, wie sich nun herausstellt. Zumindest befürchtet Phillip Nölling, Kaufmännischer Geschäftsführer bei Hermes, dass das Reduktionsziel nicht eingehalten werden könnte. „Wir haben früh angefangen, uns für den Klimaschutz einzusetzen und bereits viel bewegt. Deshalb ist es für uns nun umso schwieriger, weitere Emissionen zu senken. Heute haben wir noch keine Idee, wie wir unser Ziel bis 2020 erreichen sollen“, erklärt Nölling auf der Nachhaltigkeitskonferenz in Hamburg. Auch im Tagesgeschäft müssen immer wieder Prioritäten gesetzt werden, oft auf Kosten der Umwelt. „Wenn die Ware zum Kunden muss, ist unser CO2-Ziel erstmal zweitrangig“, gibt Nölling zu.
Der Kunde treibt. Auch die Deutsche Bahn ist schon vor langem auf den Zug der Nachhaltigkeit aufgesprungen. „Der Kunde treibt uns in die grüne Richtung. Heute sind neue Produkte und innovative Lösungen gefragt. Dieser Entwicklung müssen wir uns anpassen. Auch der Wettbewerb unter den Verkehrsträgern begünstigt nachhaltiges Engagement. Die verschärften Abgasrichtlinien der Politik tun das Übrige“, erklärt Ulrich Ostermayer, Leiter Strategie Umweltschutz bei der Deutschen Bahn.
Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, hat der Konzern eine Klima- und Energiestrategie entwickelt, die zu einer Reduktion der CO2-Emissionen beitragen soll. Von 1994 bis 2006 hat die Bahn ihre auf der Schiene verursachten Emissionen um 36 Prozent reduziert. Betrachtet man den jährlichen CO2-Ausstoß des Konzerns, der 2010 mit 20 Mio. t genauso hoch war wie der gesamte CO2-Ausstoß Berlins, ist das aber noch nicht genug. Deshalb soll ein spezielles Angebot mit Namen „EcoPlus“ den DB-Kunden grüne Transportlösungen für Personen und Fracht bieten. Das Produkt ermöglicht komplett CO2-neu trale Transporte, für die der Konzern zusätzlichen Strom aus regenerativen Quellen bezieht. Auf diese Weise will die Deutsche Bahn die CO2-Emissionen aller Verkehrsträger, die im Betrieb des Konzerns genutzt werden, bis 2020 um 20 Prozent senken.
Keine andere Wahl. Während sich andere Carrier aus eigenem Antrieb für nachhaltiges Engagement entschieden, hatten die meisten Reeder keine andere Wahl. Als 2009 die Krise über die Seeschifffahrt hereinbrach, mussten die Reeder zu drastischen Maßnahmen greifen, um sich über Wasser zu halten. Also drosselten sie das Tempo ihrer Schiffe, um die Treibstoffkosten zu senken. Aus der Not entstand ein zufälliges Beiprodukt, das heute „Slow Steaming“ (langsame Fahrt) genannt wird und einen wesentlichen Beitrag für eine umweltverträglichere Schifffahrt leisten soll.
Kunden müssen durch die verlangsamte Fahrtgeschwindigkeit mit längeren Transportzeiten rechnen. Arndt Vespermann, Geschäftsleiter der Reederei Hamburg Süd, beobachtet als Nebeneffekt zumindest in seiner Firma keine Verkehrsverlagerung. „Die Kunden haben die verlängerte Transportzeit fluchend hingenommen“, erklärt er. Trotzdem hat der Umweltschutz auch in der Seeschifffahrt keine Priorität. „Gerade in Zeiten der Krise sind finanzielle Aspekte wichtiger als Nachhaltigkeit“, sagt Vespermann. Trotzdem sollen Maßnahmen der Effizienzsteigerung ihr Möglichstes tun, um auch die Schifffahrt auf nachhaltige Pfade zu bringen. „Bei anderen Verkehrsträgern sind solche Effizienzsteigerungen schon lange gang und gäbe. Die Schifffahrt entdeckt diese Möglichkeit erst jetzt“, ergänzt Vespermann. Durch die Optimierung von Antriebssystemen und zusätzliche Rumpf- und Propellerreinigungen will die Reederei für mehr Effizienz an Bord sorgen. Auch ein Routensystem, das den schnellsten Weg mit der besten Wetterlage findet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Notfalls zweitrangig. Am Ende der Nachaltigkeitskonferenz zwei wesentliche Thesen. Engagement für Nachhaltigkeit kommt nicht nur der Umwelt und Menschen zugute, sondern vor allem den Firmen selbst. Effizienzsteigerungen senken Kosten und erhöhen die Produktivität. Klimaschutzmaßnahmen tragen zu einem besseren Image und einer größeren Wettbewerbsfähigkeit bei. Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack: Wenn es darauf ankommt, bleibt Nachhaltigkeit zweitrangig. Ungelöst bleibt auch ein weiteres Dilemma: Obwohl die Logistikdienstleister ihre Effizienz erhöhen, bewirkt ads Mengenwahstum, dass die CO2-Emissionen dennoch kaum sinken. (DVZ 15.12.2011)
Potenzial in jedem Betrieb. Nachhaltig wirtschaften bedeutet, den Bestand der Firma zu sichern, die Umwelt nicht zu gefährden und dem Mitarbeiter ein sozialverträgliches Arbeitsleben zu ermöglichen. Dass es innerhalb dieser Dreierkombination zu Zielkonflikten kommt, ist unvermeidlich.
„Nachhaltigkeit zahlt sich aus“ sagt Dieter Brübach von der Umweltinitiative B.A.U.M. Als Beispiel nennt er Konzerne der Konsumgüterindustrie, denen der Verbraucher besonders genau auf die Finger schaut. Auch die Logistikbranche trifft auf Kritik, wenn zum Beispiel das oft zitierte Krabbenpulen in Marokko als unnötiger Transport ins Feld geführt wird. Dazu kommt die Tatsache, dass Logistik und Transport in der gesamten Emissionsbilanz eines Produkts aber nur kleine Nummern sind. Das sieht auch Brübach, wenn er sagt: „Für die verschiedenen Branchen ist Nachhaltigkeit unterschiedlich relevant.“ Doch in jedem Betrieb gibt es brachliegende Potenziale, fügt er hinzu.
Bündelung senkt Emissionen. Die Deutsche Post und Metro MGL, Logistiktochter des Handelsriesen Metro, fahren umfangreiche Programme, um diese Potenziale zu heben. Kerstin van Kerkom, operative Geschäftsführerin von MGL, sagt, nach der Bündelung der Beschaffungslogistik zu fünf Logistikdienstleistern habe MGL nachweislich weniger Treibhausgas emittiert. Die Deutsche Post bindet Mitarbeiter in die Katastrophenhilfe ein. „Den Einsatz an diesen humanitären Aktionen empfinden viele Mitarbeiter als Privileg“, berichtet Susanne Meier von der Deutschen Post. Langfristig möchte sie ein Viertel aller 470000 Mitarbeiter für einen globalen Freiwilligentag mobilisieren.
Es nützen aber die besten Effizienzprogramme nichts, wenn unbeeinflussbare Faktoren dagegenstehen. Karl-Rudolf Rupprecht von Lufthansa Cargo sieht genau dieses Problem in Europas uneinheitlichem Luftraum. Könnten die Flugzeuge optimale Wege fliegen, würden die Emissionen um 10Prozent sinken. Lufthansa Cargo will im Jahr 2020 im Vergleich zu 2005 25 Prozent weniger CO2 emittieren. Es ist eine Mischung unterschiedlicher Maßnahmen, mit denen das erreicht werden soll. Zu ihnen gehören operative Maßnahmen wie auch ökonomische Instrumente wie der ungeliebte Handel mit Emissionszertifikaten ab 2012. Für 80 Prozent der CO2-Emissionen gibt es die Zertifikate zwar geschenkt, doch die restlichen 20 Prozent oder mehr, weil der Luftverkehr ja zunimmt, müssen die Airlines erwerben. „Niemand weiß, ob das eine vernünftige Lenkung ist oder etwas für Zocker“, sagt Rupprecht.
Prioritäten unvermeidlich. Praktische Beispiele, wie Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie einbezogen werden kann, liefern Hermes Logistik, die Reederei Hamburg Süd und die Deutsche Bahn. Hermes bemüht sich seit 1994, die CO-Emissionen zu reduzieren. Zwischen 1994 und 2006 konnte der Paketdienstleister pro Sendung 40 Prozent seiner CO2-Emissionen senken. Das Nachhaltigkeitsengagement des Konzerns reicht vom Einsatz neuer Elektrofahrzeuge und Photovoltaikanlagen über effiziente Routenplanungssysteme bis hin zur Kooperation mit dem Naturschutzverband Nabu, der bei einer möglichst ökologischen Flächenplanung neuer Filialen unterstützt.
Bis 2020 will das Unternehmen seine klimaschädlichen Emissionen nochmals um 50 Prozent reduzieren – ein Ziel mit großen Hürden, wie sich nun herausstellt. Zumindest befürchtet Phillip Nölling, Kaufmännischer Geschäftsführer bei Hermes, dass das Reduktionsziel nicht eingehalten werden könnte. „Wir haben früh angefangen, uns für den Klimaschutz einzusetzen und bereits viel bewegt. Deshalb ist es für uns nun umso schwieriger, weitere Emissionen zu senken. Heute haben wir noch keine Idee, wie wir unser Ziel bis 2020 erreichen sollen“, erklärt Nölling auf der Nachhaltigkeitskonferenz in Hamburg. Auch im Tagesgeschäft müssen immer wieder Prioritäten gesetzt werden, oft auf Kosten der Umwelt. „Wenn die Ware zum Kunden muss, ist unser CO2-Ziel erstmal zweitrangig“, gibt Nölling zu.
Der Kunde treibt. Auch die Deutsche Bahn ist schon vor langem auf den Zug der Nachhaltigkeit aufgesprungen. „Der Kunde treibt uns in die grüne Richtung. Heute sind neue Produkte und innovative Lösungen gefragt. Dieser Entwicklung müssen wir uns anpassen. Auch der Wettbewerb unter den Verkehrsträgern begünstigt nachhaltiges Engagement. Die verschärften Abgasrichtlinien der Politik tun das Übrige“, erklärt Ulrich Ostermayer, Leiter Strategie Umweltschutz bei der Deutschen Bahn.
Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, hat der Konzern eine Klima- und Energiestrategie entwickelt, die zu einer Reduktion der CO2-Emissionen beitragen soll. Von 1994 bis 2006 hat die Bahn ihre auf der Schiene verursachten Emissionen um 36 Prozent reduziert. Betrachtet man den jährlichen CO2-Ausstoß des Konzerns, der 2010 mit 20 Mio. t genauso hoch war wie der gesamte CO2-Ausstoß Berlins, ist das aber noch nicht genug. Deshalb soll ein spezielles Angebot mit Namen „EcoPlus“ den DB-Kunden grüne Transportlösungen für Personen und Fracht bieten. Das Produkt ermöglicht komplett CO2-neu trale Transporte, für die der Konzern zusätzlichen Strom aus regenerativen Quellen bezieht. Auf diese Weise will die Deutsche Bahn die CO2-Emissionen aller Verkehrsträger, die im Betrieb des Konzerns genutzt werden, bis 2020 um 20 Prozent senken.
Keine andere Wahl. Während sich andere Carrier aus eigenem Antrieb für nachhaltiges Engagement entschieden, hatten die meisten Reeder keine andere Wahl. Als 2009 die Krise über die Seeschifffahrt hereinbrach, mussten die Reeder zu drastischen Maßnahmen greifen, um sich über Wasser zu halten. Also drosselten sie das Tempo ihrer Schiffe, um die Treibstoffkosten zu senken. Aus der Not entstand ein zufälliges Beiprodukt, das heute „Slow Steaming“ (langsame Fahrt) genannt wird und einen wesentlichen Beitrag für eine umweltverträglichere Schifffahrt leisten soll.
Kunden müssen durch die verlangsamte Fahrtgeschwindigkeit mit längeren Transportzeiten rechnen. Arndt Vespermann, Geschäftsleiter der Reederei Hamburg Süd, beobachtet als Nebeneffekt zumindest in seiner Firma keine Verkehrsverlagerung. „Die Kunden haben die verlängerte Transportzeit fluchend hingenommen“, erklärt er. Trotzdem hat der Umweltschutz auch in der Seeschifffahrt keine Priorität. „Gerade in Zeiten der Krise sind finanzielle Aspekte wichtiger als Nachhaltigkeit“, sagt Vespermann. Trotzdem sollen Maßnahmen der Effizienzsteigerung ihr Möglichstes tun, um auch die Schifffahrt auf nachhaltige Pfade zu bringen. „Bei anderen Verkehrsträgern sind solche Effizienzsteigerungen schon lange gang und gäbe. Die Schifffahrt entdeckt diese Möglichkeit erst jetzt“, ergänzt Vespermann. Durch die Optimierung von Antriebssystemen und zusätzliche Rumpf- und Propellerreinigungen will die Reederei für mehr Effizienz an Bord sorgen. Auch ein Routensystem, das den schnellsten Weg mit der besten Wetterlage findet, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Notfalls zweitrangig. Am Ende der Nachaltigkeitskonferenz zwei wesentliche Thesen. Engagement für Nachhaltigkeit kommt nicht nur der Umwelt und Menschen zugute, sondern vor allem den Firmen selbst. Effizienzsteigerungen senken Kosten und erhöhen die Produktivität. Klimaschutzmaßnahmen tragen zu einem besseren Image und einer größeren Wettbewerbsfähigkeit bei. Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack: Wenn es darauf ankommt, bleibt Nachhaltigkeit zweitrangig. Ungelöst bleibt auch ein weiteres Dilemma: Obwohl die Logistikdienstleister ihre Effizienz erhöhen, bewirkt ads Mengenwahstum, dass die CO2-Emissionen dennoch kaum sinken. (DVZ 15.12.2011)
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Erdgas-Lkw bremst Dieselpreis aus
Im Jahr 2009 entschied das Management, fünf auf Erdgasbetrieb umgerüstete Motorwagen vom Typ Iveco Stralis in der Distribution einzusetzen. Jetzt legte das Unternehmen eine Bilanz des Versuchs vor.
40 Cent Preisvorteil. "Das Konzept der Erdgas-Lkw für den Verteilerverkehr stimmt. Die Fahrzeuge sind leise, erzeugen im Betrieb kaum Schadstoffe und bieten darüber hinaus Einsparungspotential bei den Treibstoffkosten“, erklärt Detlef Fürst, Niederlassungsleiter von Meyer-Logistik in Grünheide bei Berlin. Zwar ist der Verbrauch im Vergleich zu einem Dieselfahrzeug nahezu identisch, jedoch kostet das Gas weniger. Für ein Kilogramm Erdgas müssen zurzeit durchschnittlich 40 Eurocent weniger bezahlt werden als für einen Liter Diesel.
Am Standort Berlin setzen die Frischelogistiker insgesamt vier Verteilerfahrzeuge mit Erdgasantrieb in zwei verschiedenen Konfigurationen ein. Bei den Schwer-Lkw handelt es sich um drei Kühlkoff erfahrzeuge mit 26 t zulässigem Gesamtgewicht und eine Sattelzugmaschine. Letztere ist mit einem einachsigen Kühlaufl ieger gekoppelt und darf als Zug 28 t auf die Waage bringen. Die Lastwagen vom Typ Stralis sind mit einem auf Erdgas angepassten 7,8 l großen Cursor-Motor ausgestattet. Bei dem Sechszylinder-Selbstzünder wurde der Zylinderkopf gegen einen mit Zündkerzen ausgewechselt. So arbeitet das Aggregat wie ein Benzinmotor. Insgesamt vier Gastanks auf jeder Seite mit jeweils 80 l Volumen speichern den Treibstoff. Die 600 l Erdgas entsprechen rund 120 l Diesel und ermöglichen eine Reichweite von 350 bis 400 km.
Besser als EEV. Methangas und der Verbrennung mit einem Luft-Methan-Verhältnis von 1:1 weisen die Erdgas-Stralis bessere Emissionswerte als ein Dieselmotor auf. Mit geregeltem Drei-Wege-Katalysator ausgerüstet, lassen sich die CO2-Anteile im Abgas Soweit reduzieren, dass das 270 PS starke Triebwerk
sogar die EEV-Abgasnorm (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle)unterschreitet.
Aufgrund ihres Verbrennungsprozesses ohne Druckspitzen verursachen die CNG-Motoren (Compressed Natural Gas) weniger Lärm als die Selbstzünder. Um die Lärmentwicklung noch weiter zu drosseln, integrierte der Aufbauer auch das Kühlaggregat in den Gasantrieb. Eine direkt am Fahrzeugmotor angeflanschte Hydraulikpumpe treibt einen Hydromotor an, der mit dem Kältekompressor des Carrier-Kühlaggregates verbunden ist. Dank spezieller Böden im Kühlaufbau, kunststoffbeschichteter Ladebordwände und gekapselten Elektromotoren für den Betrieb der Hubladebühne lässt sich der Lkw auch bei Be- und Entladung leise betreiben. (DVZ 16.6.2011; ben)
40 Cent Preisvorteil. "Das Konzept der Erdgas-Lkw für den Verteilerverkehr stimmt. Die Fahrzeuge sind leise, erzeugen im Betrieb kaum Schadstoffe und bieten darüber hinaus Einsparungspotential bei den Treibstoffkosten“, erklärt Detlef Fürst, Niederlassungsleiter von Meyer-Logistik in Grünheide bei Berlin. Zwar ist der Verbrauch im Vergleich zu einem Dieselfahrzeug nahezu identisch, jedoch kostet das Gas weniger. Für ein Kilogramm Erdgas müssen zurzeit durchschnittlich 40 Eurocent weniger bezahlt werden als für einen Liter Diesel.
Am Standort Berlin setzen die Frischelogistiker insgesamt vier Verteilerfahrzeuge mit Erdgasantrieb in zwei verschiedenen Konfigurationen ein. Bei den Schwer-Lkw handelt es sich um drei Kühlkoff erfahrzeuge mit 26 t zulässigem Gesamtgewicht und eine Sattelzugmaschine. Letztere ist mit einem einachsigen Kühlaufl ieger gekoppelt und darf als Zug 28 t auf die Waage bringen. Die Lastwagen vom Typ Stralis sind mit einem auf Erdgas angepassten 7,8 l großen Cursor-Motor ausgestattet. Bei dem Sechszylinder-Selbstzünder wurde der Zylinderkopf gegen einen mit Zündkerzen ausgewechselt. So arbeitet das Aggregat wie ein Benzinmotor. Insgesamt vier Gastanks auf jeder Seite mit jeweils 80 l Volumen speichern den Treibstoff. Die 600 l Erdgas entsprechen rund 120 l Diesel und ermöglichen eine Reichweite von 350 bis 400 km.
Besser als EEV. Methangas und der Verbrennung mit einem Luft-Methan-Verhältnis von 1:1 weisen die Erdgas-Stralis bessere Emissionswerte als ein Dieselmotor auf. Mit geregeltem Drei-Wege-Katalysator ausgerüstet, lassen sich die CO2-Anteile im Abgas Soweit reduzieren, dass das 270 PS starke Triebwerk
sogar die EEV-Abgasnorm (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle)unterschreitet.
Aufgrund ihres Verbrennungsprozesses ohne Druckspitzen verursachen die CNG-Motoren (Compressed Natural Gas) weniger Lärm als die Selbstzünder. Um die Lärmentwicklung noch weiter zu drosseln, integrierte der Aufbauer auch das Kühlaggregat in den Gasantrieb. Eine direkt am Fahrzeugmotor angeflanschte Hydraulikpumpe treibt einen Hydromotor an, der mit dem Kältekompressor des Carrier-Kühlaggregates verbunden ist. Dank spezieller Böden im Kühlaufbau, kunststoffbeschichteter Ladebordwände und gekapselten Elektromotoren für den Betrieb der Hubladebühne lässt sich der Lkw auch bei Be- und Entladung leise betreiben. (DVZ 16.6.2011; ben)
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Palletways startet neuen Premiumdienst
Haus-zu-Haus-Beförderung von Stückgut innerhalb von 48 Stunden an die meisten Standorte in Großbritannien und Deutschland
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Spedition Schüchen meldet Insolvenz an
Automobillogistiker Schüchen stellt Insolvenzantrag: vorläufiger Insolvenzverwalter ist Markus Ernestus
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Breite Front gegen EU-Klimaabgabe für Airlines
Mit scharfen Drohungen an die EU wollen knapp 30 Länder unter Führung Russlands die neue Klimaabgabe für Fluggesellschaften kippen
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Frachtflughafen Paris-Vatry nimmt Fahrt auf
2011 blieb der französische Flughafen deutlich unter den Erwartungen
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In Time will weiter wachsen
Expressdienstleister kann Umsatz um zehn Prozent auf 116 Millionen Euro ausbauen. Investor kündigt für 2012 Zukäufe an
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Le Figaro: Verhandlungen zwischen Etihad und Air France-KLM
Die Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate mit ihrem Luftverkehrs-Drehkreuz in Abu Dhabi galt bisher als erbitterter Rivale der Franzosen. Eine Air France-Sprecherin lehnte auf Anfrage jeglichen Kommentar zum Artikel der Mittwochsausgabe der französischen Zeitung "Le Figaro" ab. Das Blatt zitierte unter anderem einen ungenannten Air France-Manager mit den Worten: "Wir sind der Ansicht, dass wir jetzt Mittel und Wege finden müssen, um zusammenzuarbeiten, statt uns permanent zu bekämpfen."
Erst vor wenigen Wochen stockte Etihad bei Air Berlin auf: Das Unternehmen steigerte seinen Anteil an der deutschen Fluggesellschaft von 2,99 auf 29,21 Prozent.
Unabhängig von diesen Überlegungnen investiert Etihad auch in seine Frachtflotte. Erst kürzlich bestellte es zwei weitere Flugzeuge der A330-200F-Flotte (Ladevolumen bis zu 70 t).(dpa/rh)
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Elbvertiefung: Es droht eine erhebliche Kostensteigerung
Norddeutscher Rundfunk spricht von bis zu 500 Millionen Euro Gesamtkosten – Elbvertiefungs-Gegner stellen Maßnahme erneut in Frage
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Arbeitskampf bei APM Terminals im Hafen Rotterdam beendet
Ergebnis ist ein umfangreicher Vertrag mit einer Laufzeit von 27 Monaten. Für 2012 und 2013 sind zwei Lohnerhöhungen sowie zweimalige Sonderzahlungen vorgesehen. Die aktuell rund 800 Beschäftigten erhalten eine Arbeitsplatzgarantie bis 2016 und eine Sonder-Pensionsregelung im Zusammenhang mit der verlängerten Lebensarbeitszeit. (eha)
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EU-Kommission stellt Rechtmäßigkeit staatlicher Flughafen-Beihilfen in Frage
In einer Mitteilung zum Flughafen Saarbrücken heißt es: "Die Kommission bezweifelt, [...] dass der Flughafen unter Marktbedingungen betriebsfähig wäre." Der Airport werde über die Verkehrsholding Saarland finanziert, die wiederum Kapital des Landes erhalte. Für staatliche Beihilfen gelten in der EU Regeln. Diese dürfen zum Beispiel nicht einzelne Unternehmen gegenüber Konkurrenten unbotmäßig bevorzugen. Kritisch sieht die EU-Kommission auch Rabatte für Fluggesellschaften, die Saarbrücken anfliegen. Cirrus Airlines und Air Berlin erhielten noch zusätzliche Zahlungen. Diese Fluggesellschaften könnten dadurch möglicherweise wirtschaftliche Vorteile gegenüber Wettbewerbern erlangen.
Auch beim kleinen Regionalflughafen Zweibrücken geht es um angebliche staatliche Beihilfen sowie spezielle Vereinbarungen mit den Fluggesellschaften Germanwings, Tuifly und Ryanair. Falls die Kommission zu dem Ergebnis kommt, dass die Beihilfen unrechtmäßig gezahlt wurden, müssen sie in die Staatskasse zurückfließen.
Stadt zahlte zuviel. Beim Flughafen Lübeck-Blankensee zweifelt die EU-Kommission am Rückkauf-Deal 2009. Die Stadt Lübeck könnte dem neuseeländischen Infrastruktur-Investor Infratil demnach einen zu hohen Preis gezahlt haben. Diesem sei dadurch möglicherweise ein Wettbewerbsvorteil gegenüber seinen Konkurrenten entstanden. Erst Anfang Dezember 2005 erwarbt Infratil 90 Prozent der Flughafenanteile.
Die Brüsseler Behörde wird nun überprüfen, ob der Rückkauf mit EU-Wettbewerbsrecht vereinbar ist. Auch die wirtschaftliche Einstellung der Stadt Lübeck gegenüber ihrem Flughafen zieht die Kommission in ihrer Mitteilung in Zweifel. "Nach Auffassung der Kommission hätte der Flughafen aufgrund seiner finanziellen Situation seinen Betrieb unter normalen Marktbedingungen einstellen müssen." Zudem seien Nutzungstarife für Fluggesellschaften möglicherweise zu niedrig angesetzt. Dabei geht es auch um einzelne Vereinbarungen mit Ryanair. (dpa/rh)
Die Brüsseler Behörde wird nun überprüfen, ob der Rückkauf mit EU-Wettbewerbsrecht vereinbar ist. Auch die wirtschaftliche Einstellung der Stadt Lübeck gegenüber ihrem Flughafen zieht die Kommission in ihrer Mitteilung in Zweifel. "Nach Auffassung der Kommission hätte der Flughafen aufgrund seiner finanziellen Situation seinen Betrieb unter normalen Marktbedingungen einstellen müssen." Zudem seien Nutzungstarife für Fluggesellschaften möglicherweise zu niedrig angesetzt. Dabei geht es auch um einzelne Vereinbarungen mit Ryanair. (dpa/rh)
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Daimlers LKW-Sparte startet Kooperation in China
China braucht für das rasante Wachstum Millionen LKW. Daimler setzt auf dem Markt nun einen Fuß in die Tür
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Jade-Weser-Port soll trotz Schäden pünktlich starten
Baukonsortium unter Druck: In Wilhelmshaven kämpfen die Ingenieure mit Schäden an der Kajen-Spundwand
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DSV steigert Umsatz und Gewinn
Der dänische Logistikdienstleister legt im Landverkehr bei Transportmengen um 6 Prozent zu / Deutschland wächst stärker als andere Länder
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Anhaltende Behinderungen am Main-Donau-Kanal
Auch nachdem die Eisschicht aufgebrochen wurde, könnten vorerst nur kleinere Frachtschiffe den Kanal passieren. Dazu informierte das Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg am Mittwoch. Das Treibeis taue nur sehr langsam. Vor allem vor Schleusen könne es mit aufgestauten Eisbrocken immer wieder Probleme geben. Von Donnerstag an sollen wieder kleinere Schiffe auf der Strecke zwischen Nürnberg und Bamberg fahren können. Am Mittwoch waren dort vier Eisbrecher mit dem Knacken der dicken Eisschicht beschäftigt, einige kleinere Frachter unternahmen bereits Testfahrten.
Im südlichen Abschnitt der 171 km langen Wasserstraße entspanne sich die Lage allerdings nur langsam. In Richtung Donau könnten wohl erst gegen Ende der Woche erste kleinere Schiffe den Kanal passieren. Hier sei die Eisschicht noch immer sehr dick. (dpa)
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Streik am Frankfurter Flughafen beendet
Flughafenbetreiber Fraport unterbreitet Gesprächsangebot: Gewerkschaft der Flugsicherung beendet vorerst den Streik
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CO2-Abgabe für Flugzeuge: Kritik an EU nimmt zu
CDU-Politiker Reul kritisiert: Beibehaltung des Systems führt zu einer einseitigen Belastung der europäischen Luftfahrt und zu massiven Wettbewerbsverzerrungen
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Nutzfahrzeug-Vorstand bleibt eigenständig
Aus Unternehmenskreisen war am Montag verlautet, dass der Vertriebsvorstand des hannoverschen Volkswagen-Ablegers, Harald Schomburg, Ende März ohne Nennung näherer Gründe ausscheiden solle. Dies soll bei vielen Mitarbeitern Unverständnis ausgelöst haben, weil Schomburg einen guten Job gemacht habe.
Die Wolfsburger hatten dazu zunächst keine Stellung nehmen wollen. Von einer geplanten Aushöhlung des Markenvorstands bei den Nutzfahrzeugen könne jedoch keine Rede sein, erklärte Neumann nun dem Blatt. Aus dem Umfeld des Unternehmens hatte es zuvor geheißen, der Niederländer Bram Schot sei als Nachfolger für Schomburg im Gespräch. VW hatte ihn nach Medienberichten im vergangenen Sommer für eine Führungsposition im Nutzfahrzeuggeschäft in den Konzern geholt. (dpa)
Die Wolfsburger hatten dazu zunächst keine Stellung nehmen wollen. Von einer geplanten Aushöhlung des Markenvorstands bei den Nutzfahrzeugen könne jedoch keine Rede sein, erklärte Neumann nun dem Blatt. Aus dem Umfeld des Unternehmens hatte es zuvor geheißen, der Niederländer Bram Schot sei als Nachfolger für Schomburg im Gespräch. VW hatte ihn nach Medienberichten im vergangenen Sommer für eine Führungsposition im Nutzfahrzeuggeschäft in den Konzern geholt. (dpa)
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Bauarbeiten zum Lückenschluss zwischen A2 und A30 können starten
Gegen den Beginn der Arbeiten hatte ein Unternehmer geklagt, dessen Grundstück mit Lagerhallen und Bäumen mitten auf der geplanten Trasse liegt. In einem Eilverfahren entschied das Verwaltungsgericht Minden am Dienstag aber, dass das öffentliche Interesse am sofortigen Baubeginn überwiege (Az.: 1 L 79/12).
Zuvor hatte die Bezirksregierung Detmold dem Landesbetrieb Straßen.NRW erlaubt, mit den Arbeiten auf dem Grundstück zu beginnen, ohne das Enteignungsverfahren abzuwarten. Dagegen hatte sich der Unternehmer mit einem Eilantrag gewehrt. Nach der Ablehnung durch das Gericht bleibt ihm nun noch die Möglichkeit der Berufung. (dpa)
Zuvor hatte die Bezirksregierung Detmold dem Landesbetrieb Straßen.NRW erlaubt, mit den Arbeiten auf dem Grundstück zu beginnen, ohne das Enteignungsverfahren abzuwarten. Dagegen hatte sich der Unternehmer mit einem Eilantrag gewehrt. Nach der Ablehnung durch das Gericht bleibt ihm nun noch die Möglichkeit der Berufung. (dpa)
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